Monatsrückblick Februar 2019

Der Februar ist ein wenig wie der kleine Kater nach einem euphorischen Start ins neue Jahr. Erst werden voller  Enthusiasmus Ziele gesetzt, Pläne erstellt, Termine festgezurrt und neue Routinen eingeführt. Und dann … ist Februar. Es fühlt sich alles gar nicht mehr so leicht an. Und so kommt es, dass ich eigentlich die Pforten zur Anmeldung für meinen Onlinekurs im Februar öffnen wollte, aber den Kursstart nun verschiebe. Mir fehlte im Februar einfach die Energie für den Marketingaufwand, der für so einen Kursstart nötig ist. Neben einigen Dingen, die ich nicht so geschafft habe, wie ich mir vorgenommen hatte, gab es aber auch einige schöne Erfolge.

Die Kurzversion des Februars könnte so lauten: “Vermeintliche Superheldin entpuppt sich als normaler Mensch. Die Community hält zu ihr.”

#GassigehenohneHund – und leider auch manchmal ohne Frauchen

Ich habe gerade in meinen Fotos nachgeschaut: am 02. Januar habe ich es endlich mal wieder auf einen Spaziergang geschafft. An jenem Tag habe ich beschlossen, solch einen Spaziergang zu meinem täglichen Ritual zu machen. Ich gab diesem Ritual sogar einen Namen: #GassigehenohneHund.

Denn egal, ob du selbstständig bist oder angestellt: du kennst sicher auch das Gefühl einer Arbeitstrance, in die du dich reinsteigerst und es partout nicht schaffst, deine Arbeit zu unterbrechen. Dann ist dir vielleicht auch aufgefallen, dass Bewegung und den Kopf mal neu kalibrieren bei dir häufig zu kurz kommen? Es ist diese irrationale Angst aus dem Arbeitsprozess auszusteigen, weil man dann nicht das schaffen könnte, was man schaffen wollte. Und deswegen lässt man dann die Entspannung schleifen und gönnt sich keine Pause. Genau dafür gibt es #GassigehenohneHund.

Mehrere Tage und Wochen habe ich meine GassigehenohneHund-Routine durchgezogen. Tapfer. Egal welches Wetter, egal wie unschön die Gegend, in der ich gerade war. Und nun mein Geständnis: Nach einem enthusiastischen Start ist meine Performance im Februar ziemlich eingebrochen. Viele Ausreden sorgten dafür, dass ich das GassigehenohneHund ausfallen ließ.

Aber ich gebe nicht auf. Jeder Tag bietet eine neue Chance. Ich werde weiterhin Gassi gehen ohne Hund, denn eins steht fest: egal wie schlecht das Wetter ist, hinterher geht es mir immer besser als vorher. Manchmal ist es nur dieses Gefühl von Frische durch die kühle Luft im Gesicht, manchmal komme ich auf neue Ideen beim Gehen und manchmal bekomme ich einfach nur einen wundervoll freien Kopf.

An Tagen, an denen es mir besonders schwer fällt, mache ich mich auf die Suche nach “Fundstücken”. Irgendwelche Kleinigkeiten, die mir ins Auge springen und die ich dann fotografiere und auf Instagram poste. Die Motivsuche hat sich auch als gutes Instrument für eine Gedankenpause erwiesen. Das hilft schon, aber trotzdem gehört häufig Überwindung dazu, das zu tun, was gut für mich ist. Und ich träume immer noch davon, dass eines Tages meine kleinen Füße von ganz alleine an der Haustür stehen und es kaum erwarten können, rauszugehen.

Hast du Lust mitzugehen? Gassi gehen ohne Hund?

Die Masterclasses und Workshops im Februar – kostenloses Karriereboosting

Kostenlose Workshops und Masterclasses… Jetzt könnte man sich fragen, “Warum macht sie das?”. Die Antwort ist ganz einfach: Ich hab’ da Lust zu! Und ich überlege mir regelmäßig neue Inhalte für meinen Onlinekurs und mein Coachingprogramm, die ich gerne teste.

Im Februar hatte ich gleich drei kostenlose Highlights für meine Community. Zum einen habe ich den “Plan dein erfolgreiches Jahr 2019” gleich zu Beginn des Monats wiederholt und dann noch einen Workshop zum Thema “Die erfolgreiche Selbstpräsentation” gegeben. Und die letzte Masterclass ist erst 4 Tage her. Da ging es um das Thema Bewerbung.

Die Titel sind ziemlich selbstredend und insofern ist den Teilnehmenden vermutlich klar, was sie daraus gewinnen – aber was ist das, was ich daraus ziehe? Ich lerne und wachse. Denn zum einen bekomme ich immer wieder Einblicke in die Welt meiner Teilnehmer*innen und zum anderen lerne ich, die Technik zu beherrschen. Denn diese Angebote finden online statt. Es lief nicht immer alles ohne Pannen. Insofern war es das ein oder andere Mal schon ein ziemliches Kuddelmuddel, wenn du in deiner Präsentation einen Link klickst und daraufhin deine Online-Meetingplattform abstürzt. Mal waren mein Livestream oder Ton weg, dann hatte eine Zuschauerin weder Bild noch Ton. Also unterhielten wir uns per Chat – aber sie verließ dann ziemlich entnervt die Masterclass. Ja, auch das kommt vor. Inzwischen habe ich jedoch ein gewisse Gelassenheit erreicht. Ich tu einfach mein Bestes und muss sagen, im Großen und Ganzen klappt es sehr gut.

Was mich an diesen Masterclasses und Workshops sehr berührt, ist die vertrauensvolle Atmosphäre in diesem geschlossenen Meetingraum. Der Umgang ist so freundlich und unterstützend. Und das soll nicht kitschig klingen, aber es ist so, als wären wir gute Arbeitsfreunde. Ich liebe diese Energie und die Beteiligung und vor allem bin ich immer unheimlich stolz auf die Teilnehmer*innen, dass sie sich die Zeit genommen haben, etwas für sich zu tun. Denn mein Traum ist, die Arbeitswelt zu verändern, indem ich helfe eigene Arbeitsvorstellungen und Karrierewünsche zu definieren. Und das gelingt nur mit den richtigen Menschen, die selbst auch neue Impulse in die Unternehmen tragen. Schon allein dadurch, dass sie selbst für sich sorgen und  etwas für ihre Ziele, ihr Selbstbewusstsein und ihre Zukunft tun, das Unternehmen suchen, das zu ihnen passt und nicht zuletzt dadurch, dass sie bereit sind, etwas zu verändern.

Netzwerken im Februar oder an jemanden denken, den man gut findet

Als ich begann, mich selbständig zu machen, sagten mir alle, “Du musst unbedingt netzwerken.” Und ich dachte so “Aha, netzwerken. Klingt sehr allgemein.” Und die weiteren Tipps lauteten so wie, geh auf Events und triff Leute, die an deinem Thema interessiert sind. Verbinde dich mit Menschen aus deiner Branche, mach Smalltalk, besuche Businessevents,…

Das erschien mir ganz schön anstrengend. Aber ich versuchte es, ging hier hin und da hin. Stand dann meist ein wenig schüchtern rum und lächelte. Dabei bin ich eigentlich gar nicht besonders schüchtern und Smalltalk gelingt mir auch ganz gut, aber irgendwie nicht auf so erzwungene Art und Weise. Also vernachlässigte ich diese Events nach ein paar Versuchen und die Frage blieb: wie genau funktioniert eigentlich netzwerken?

Ich ließ mich ein wenig treiben, beschloss das zu tun, worauf ich Lust habe. Ich probierte ein paar Meetups aus, suchte mir einen Job als Coachin in einer sozialen Einrichtung (also so gar nicht Business) und traf hier tolle Menschen, pflegte die Kontakte zu meinen NLP-Gefährten*innen, schrieb mich zuletzt in eine ganz andere Art von Netzwerk ein, eine bezahlte Online-Community. Ging zu meinem ersten Women’s Hub in Hamburg und buchte eine erweiterte Mastermindgruppe. Alles die besten Entscheidungen, die ich treffen konnte.

Und die letzten Monate habe ich erlebt, dass dies das Netzwerk ist, das für mich richtig ist. Es sind die Freundschaften und Bekanntschaften, die einfach ganz ungezwungen entstanden sind. Ich habe dadurch, dass ich meiner Intuition und meinen Interessen gefolgt bin, ganz tolle Menschen getroffen. Wir supporten uns gegenseitig, sind auf einer Wellenlänge und der Kontakt fühlt sich ganz natürlich an. Weich und haltend wie ein Netz, aber eigentlich nicht wie ein Werk. Denn es ist kein Werk, das ich konstruiert und geplant habe, sondern eine Verbindung aus gemeinsamen Interessen, Sympathie, geteilter Werthaltung, Unterstützung, Wertschätzung und ganz einfach gut finden, was die andere macht und helfen wollen.

Und genau das habe ich im Februar erlebt, als ich ganz unerwartet von einer Kollegin für einen super Auftrag weiterempfohlen wurde. Ich war dermaßen überrascht von diesem Wohlwollen, dass ich direkt andere Termine verschob und die Karten für das ausverkaufte  Konzert von AnnenMayKantereit verkaufte, um den Auftrag annehmen zu können. Und ich freue mich tierisch auf diesen Auftrag!

Darüber hinaus spüre ich, dass immer mehr Menschen an mich denken, wenn es um das Thema Karriere, Coaching, Gestaltung von Arbeit geht und das fühlt sich gut an. Ich bekomme aus meinem Netz so wertvolle Tipps und Unterstützung entgegengebracht, dass ich denke, meine Art zu Netzwerken ist es nicht strategisches Bekanntschaften knüpfen, sondern aufrichtige Verbindungen aufgrund  gegenseitiger Sympathie zu knüpfen ohne daran zu denken, ob es einen Nutzen daraus gibt.

Und ich freue mich jetzt schon, mit meinem wachsenden Netzwerk meinen Onlinekongress über die “Zukunft der  Arbeit” auf die Beine zu stellen.

Ausblick März

Worauf freue ich mich im März?

Anfang März gibt es für mich Familytime. Wir fahren mit der Schwiegerfamilie in ein schönes Kapitänshaus auf dem Darß. Herrliche Freizeit mit frischer Luft, Strandspaziergängen, schönem Essen, Gesellschaftsspielen und guten Gesprächen.

Mitte März gebe ich ein dreitägiges Seminar für Karriereberater*innen des CSND. Ich freue mich wahnsinnig darauf, weil mir erstens die Ausarbeitung schon richtig Spaß macht und zweitens berufliche Orientierung und Karriere zu meinen Lieblingsthemen gehören.

Direkt im Anschluss an das Seminar geht es dann für mich weiter nach Berlin, wo ich meine Mastermindbuddies treffe. Wir haben uns wieder eine gemeinsame Unterkunft gemietet und werden gemeinsam masterminden, neue Ideen entwickeln und Strategien ausarbeiten. Aber mehr als das ist es einfach das schöne Gefühl, mit den richtigen Menschen auf einem gemeinsamen Weg zu sein.

 

4 thoughts on “Monatsrückblick Februar 2019”

  • Liebe Isa,
    WOW, was für ein toller Bericht!
    Du sprichst mir aus der Seele, du Superheldin 🙂
    Würde dich sooo gern mal wiedersehen,
    Ich arbeite zur Zeit auch zu viel, teilweise zu wenig Struktur, nehme zu viele Aufträge an- weil es ja Spaß macht- und komme auch gerade an meine Grenzen.
    Deine Worte über das „networking“ finde ich äusserst passend – zu dir und mir-
    Ich freue mich immer wieder von dir zu lesen, so bist du ein Stück näher.
    Vieles habe ich gerockt trotz heftigster Ereignisse und ich kann sagen, ich bin ein bisschen stolz auf mich 🙂
    Nun gilt es wieder die Sicht nach vorne zu behalten, wieder neu durchzustarten. Standortwechsel vorbereiten aber den alten noch als Übergang laufen lassen. Den Traum eines kleinen Laden als kreativen Treffpunkt erhalte ich mir aufrecht 🙂

    Liebe Isa, viele kreative Gedanken vom Süden in den Norden….

    Deine Maggi

    • Ach liebe Maggi, ich danke dir sehr! Es ist immer wieder schön, von dir zu hören oder zu lesen! Und ja, du rockst total viel. Das kann ich aus der Ferne beobachten und so kennen ich dich auch und deshalb bist du ganz zu recht ein wenig Stolz auf dich und darfst nach meiner Ansicht sogar noch eine große Portion mehr Stolz auf dich sein! <3 Der Norden wartet auf dich und deine tolle Kreativität, deine Isa

  • Liebe Isa,

    symphatisch, ehrlich und echt. Ganz viel von dem was du schreibst, empfinde ich genau so. 🙂
    Ich bin im April in HH, und würde mich freuen wenn du Lust und Zeit findest für einen Kaffee?
    Liebe Grüße und einen schönen Tag

    Brigitte

    • Liebe Brigitte, das freut mich und ja, sehr gerne trinken wir einen Kaffe zusammen! 🙂 Liebe Grüße und auch dir einen schönen Tag! Isa

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