
Was musst du wirklich verdienen?
Für Solo-Selbstständige und Existenzgründer:innen
In sechs Schritten rechnest du dir aus, wie viel Umsatz du brauchst und wie viele Kunden das bedeutet. Kein Excel, keine Anmeldung. Die Beispielwerte sind schon drin, du überschreibst sie einfach.
Dein privates Leben
Fang bei dir an, nicht beim Business. Was brauchst du im Monat, damit dein Leben läuft? Schätz ehrlich. Zu niedrig angesetzt ist der häufigste Fehler in Finanzplänen.
Kranken- und Rentenversicherung
Der Posten, den fast alle unterschätzen. Beides zahlst du aus deinem Gewinn, nicht als Betriebsausgabe.
Pflichtversichert sind zum Beispiel Lehrende, Pflegekräfte, Hebammen, Handwerker:innen in der Handwerksrolle und Selbstständige mit nur einem Auftraggeber.
Berechnet auf Basis des Gewinns, den du am Ende brauchst. Deshalb ändert sich der Wert noch, wenn du weiterrechnest.
Deine Betriebskosten
Alle Beträge netto, also ohne Umsatzsteuer, pro Monat. Was nur einmal im Jahr anfällt, teil einfach durch zwölf.
Einkommensteuer
Die Einkommensteuer rechne ich dir mit der offiziellen Tarifformel aus. Sie dient als Orientierung, nicht als Steuerberatung. Prüf das Ergebnis gern im BMF-Steuerrechner.
Die Gewerbesteuer gilt für Selbstständige, die ein Gewerbe angemeldet haben. Freiberufler:innen zahlen keine Gewerbesteuer. Du berechnest sie in der Umsatzplanung.
Die Umsatzsteuer betrachten wir in der Liquiditätsplanung. Sie wird mit der Vorsteuer verrechnet, sofern du nicht von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machst.
Bedenke: diese Steuerberechnung ist nicht hundertprozentig genau, solange nicht alle Sonderausgaben, Abschreibungen und Freibeträge drin sind. Nimm die Zahl als Rückstellungsgröße und leg sie am besten sofort beiseite, wenn Geld reinkommt.
Deine Angebote und dein Verkauf
Hier wird es konkret. Trag ein, was du verkaufst, nenne den Nettopreis (ohne Umsatzsteuer, es sei denn du nutzt die Kleinunternehmerregel), welche Kosten pro Verkauf direkt anfallen und wie viel Arbeitszeit drinsteckt. Danach weißt du, wie viele Kunden du im Monat brauchst.
Eingabe Arbeitszeit pro Angebot
Trag hier zuerst deine Angebote ein, die Namen übernimmt der Rechner in alle folgenden Tabellen. "Fakt. Stunden" steht für fakturierfähige Stunden. Das sind die Stunden, die du in Rechnung stellst. Die Vor- und Nachbereitungs-Zeit trägst du in die dritte Spalte ein.
Eingabe Preise und Planzahlen
Variable Stückkosten sind das, was pro verkauftem Stück direkt anfällt: z.B. Material, Provision, Raummiete für den Termin.
Ab diesem Monat läuft deine Planung, die Spalten unten und die Liquiditätsvorschau folgen ihm.
Planzahlen pro Monat
Trag ein, wie viel du dir in jedem Monat zutraust. Saison, Urlaub und Anlauf gehören hier hinein. Du siehst vier Monate auf einmal, mit den Pfeilen blätterst du weiter. Der Pfeil rechts in der Zeile überträgt den ersten Monat auf alle zwölf.
Ergebnis Pro Monat
Im Durchschnitt pro Monat, aus deinen zwölf Planzahlen berechnet. Das Ergebnis ist noch nicht dein Gewinn.
Rentabilität
Was von deinem Planumsatz nach den Kosten des Betriebs übrig bleibt.
So kommt die Zahl zustande:
Der Start und das erste Jahr
Jetzt betrachten wir die Geldzu- und -abflüsse. Das ist deine Liquiditätsvorschau.
Woraus sich das zusammensetzt
So viel musst du verkaufen
Pro Monat, im Verhältnis deiner Angebote.
Deine Liquidität im ersten Jahr
Kontostand am Monatsende mit deinen Planzahlen, Umsatzsteuer und Steuervorauszahlungen. Rosa heißt: hier wird es eng.
Zu- und Abflüsse im Detail
Alle Beträge in Euro. Jede Spalte ist ein Monat, jede Zeile eine Position. Am Bildschirm siehst du vier Monate auf einmal, im Ausdruck stehen alle zwölf.
