Vorweg die kurze Antwort: „Unternehmerin“ ist keine Eigenschaft, mit der man geboren wird. Es ist eine Art zu denken und ein Wachstumsprozess. Und beides kann man lernen.
Kennst du diesen einen Satz, der sich so wahr anfühlt, dass du ihn nie hinterfragst? Bei mir war das jahrelang: „Ich bin keine echte Unternehmerin.“ Ich hab das ganz selbstverständlich über mich gedacht, so selbstverständlich, dass ich mich noch nicht mal in der Selbstständigkeit gesehen habe, obwohl ich es da längst schon war. Und ich muss gestehen, so richtig verabschiedet hab ich mich erst vor kurzem davon. Nämlich als ich verstanden habe, dass ich a) eine echte Unternehmerin nur an ihrem äußeren Erfolg gemessen habe und b) das Wort Unternehmerin nach den Stereotypen anderer definiert habe.
In meiner Arbeit taucht der Satz „Ich bin keine echte Unternehmerin“ immer wieder auf. Fast immer bei klugen, fähigen Frauen, die alles mitbringen und trotzdem denken, das Unternehmerische, das fehle ihnen einfach. In diesem Artikel nehme ich diesen Satz mal auseinander. Und ich zeige dir, warum er meistens schlicht nicht stimmt.
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Woher kommt der Glaubenssatz „Ich bin keine echte Unternehmerin“?
Ich bin mir ziemlich sicher: Das Ganze fängt mit einem Bild im Kopf an. Einer echten Unternehmerin sieht man ihren Erfolg schon an ihrem Äußeren an. Und außerdem denken wir sofort an die Großen. Jeff Bezos. Richard Branson. Die Löwen aus der „Höhle der Löwen“. Also die Menschen, die es längst geschafft haben und die so mega unternehmerisch-schlau wirken, dass man sich daneben klein und ahnungslos fühlt.
Die Wahrheit ist aber: Es gibt gar nicht den EINEN Unternehmertypus. Unternehmerisch zu denken hat viel damit zu tun, wie flexibel du im Kopf bist und mit ganz persönlichen Dingen. Mit deinem Branchen- und Weltwissen. Mit Eigenschaften wie zum Beispiel Analysefähigkeit und Durchhaltevermögen. Mit der Bereitschaft, dir dein eigenes Stärken- und Schwächenprofil ehrlich anzuschauen und zu entscheiden: Wo arbeite ich selbst noch nach, und was lagere ich lieber aus? Ob du eine echte Unternehmerin bist, definiert sich also vielleicht anders als du denkst.
Denn wir vergleichen uns immer mit den öffentlich Erfolgreichen. Dabei gibt es genauso die Hidden Champions, Leute mit einer guten Idee, von denen nie jemand ein Bühnenfoto macht, die aber trotzdem erfolgreich sind. Und zu einer erfolgreichen Gründung gehört sowieso noch einiges mehr: Es gehören Rahmenbedingungen dazu. Der richtige Zeitpunkt in Bezug auf Gesetzeslage, Marktlage, Trends, Bedürfnisse und auch auf deine ganz persönliche Situation. Das kann man überhaupt nicht pauschal an einer Persönlichkeit festmachen.
Und dann ist da noch dieser fiese Vergleichs-Trick, den wir uns selbst spielen. Wir vergleichen unseren Anfang mit dem Ergebnis der anderen. Wir stehen am Punkt null und schauen zu denen rüber, die schon oben sind und schließen daraus: Ich bin wohl kein echter Unternehmertyp, weil ich ja noch nicht erfolgreich bin. Und das vielleicht, obwohl du schon eine ganze Weile selbstständig bist. Und vielleicht magst du dich auch nicht ständig auf Social Media zeigen. Aber dieser Vergleich hinkt total. Vielleicht bist du noch nicht da, wo du hinwillst und vielleicht bedeutet Erfolg für dich einfach etwas ganz anderes. Wenn ja, dann was?
Bei Frauen kommt eine Sache noch dazu: Wir haben schlicht zu wenige Vorbilder an Unternehmerinnen. „Unternehmerin“ klingt sofort so riesig, so nach Anzug und Big Business. Dabei geht es am Anfang vielleicht erst mal nur darum, dich überhaupt in einer Selbstständigkeit zu sehen und zu merken: Dieses Business, das ich da habe, das kann ich gut aufbauen und führen.

Warum ist dieser Glaubenssatz so hinderlich?
Weil er dich davon abhält, dir deinen Platz zu erobern. Ganz ehrlich, die größte Schattenseite, die ich sehe: Frauen überlassen ihren Platz am Tisch der Wirtschaft anderen. Leuten, die weniger zu sagen haben, die weniger talentiert sind, die immer noch mit alten Managementmethoden wirtschaften. Und das finde ich richtig schade, denn ich erlebe Frauen oft als die, die ganzheitlicher denken, menschenverträglich, umweltverträglich, sozialverträglich, statt nur den größten Profit rauszuholen. Genau die brauchen wir da vorne. Stattdessen denken sie über sich „Ich bin keine echte Unternehmerin!“. Das macht das, was sie tun und leisten, klein, denn es ist ja nichts Ernsthaftes, Echtes.
Wenn du glaubst, du bist keine echte Unternehmerin, dann stellst du dein Licht unter den Scheffel. Du traust dich nicht, sichtbar zu werden und selbstbewusst zu sagen: Ja, das bin ich, und das mache ich. Diese Bescheidenheit ist an der Stelle aber keine gute Idee. Denn vergiss nicht: Du bietest etwas an, wofür Menschen Geld ausgeben. Und wenn du selbst nicht überzeugt bist, dass das eine gute Investition für deine Kundschaft ist: dass sie etwas lernen, ein gutes Erlebnis haben oder du ein Problem löst, das ihr Leben auf irgendeine Art bereichert, wie sollen sie dann selbst überzeugt sein?
Der Satz „Ich bin halt keine echte Unternehmerin“ ist außerdem oft einfach eine Ausrede. Eine, die dich viel Geld kostet. Denn zur Selbstständigkeit gehört, dass du dich zumindest ein Stück weit mit den betriebswirtschaftlichen Themen anfreundest. Dass du deine Finanzen im Blick behältst und weißt, was du wann abführen musst. Genau das meine ich mit Eigenverantwortung. Und wenn du dich davor drückst, weil „das ist ja nichts für mich“, dann stehst du dir bei deinem finanziellen Wachstum selbst im Weg.
Eine kleine Zwischenbemerkung, weil sie mir wichtig ist: Es hilft ungemein, sich als echte Unternehmerin zu sehen. Aber häng es nicht zu fest an deine Identität. Du bist so viel mehr als „Unternehmerin“. Ich sage inzwischen lieber: Ich bin selbstständig und unternehmerisch tätig. Das nimmt den Druck raus, wenn du deine ganze Persönlichkeit nicht an ein Etikett knüpfst.
Die Wahrheit über das „Unternehmerin sein“!
Die Wahrheit ist: Ich habe längst unternehmerisch gehandelt, ohne es zu merken. Es war der Moment, in dem mir klar wurde, dass meine Selbstständigkeit so, wie ich sie geplant hatte, einfach nicht läuft. Ich hab mir selbst die Frage gestellt: Bist du jetzt bereit aufzugeben? Und ich hab beschlossen: Nein. Ich geh noch einen Schritt weiter, ich gebe auch mein letztes Geld vom Geschäftskonto aus und versuche, die richtige Entscheidung zu treffen.
Damals dachte ich übrigens, ich bräuchte unbedingt einen Platz auf Seite eins bei Google und hätte dafür fast meine letzten Euros an einen Scam gegeben. Zum Glück entschied ich mich dann aber doch dagegen. Was ich dabei aber verstanden habe: Trotz all meines Marketingwissens hatte ich eine riesige Lücke. Online-Marketing war für mich totales Neuland. Und zuzugeben, dass ich hier unwissend war und lernen musste, tat weh aber half.
Und dann kam der zweite, viel wichtigere Moment. Das muss so 2020 gewesen sein, mitten in der Pandemie. Ich hab damals unter Tränen festgestellt, dass viele der online Marketingstrategien, wie ich sie gerade gelernt hatte, überhaupt nicht zu mir passen. Diese ganzen psychologischen Trigger, die Verknappung, das Spielen mit dem Selbstwert. „Wenn du nicht die Umsätze machst und nicht den Preis nimmst, der dir zusteht, dann hast du Money-Mindset-Issues und ein Problem mit deinem Selbstwert.“ „Du musst in dich investieren“, sprich: den nächsten Kurs kaufen, und den nächsten, und den teureren.
Zuerst hat genau das meinen Glaubenssatz befeuert. Ich dachte: Siehst du, ich bin keine echte Unternehmerin, ich krieg das halt nicht hin. Meine Werte passen nicht zu denen einer erfolgreichen Unternehmerin. Eine echte Unternehmerin tut, was ihr Geld bringt!
Ich habe lange daran geknabbert, aber je mehr ich mir das Spiel anschaute und durch eigene Coachings und Therapie lernte, meine Gefühle wahrzunehmen und ernst zu nehmen, desto mehr begriff ich etwas Entscheidendes: Mit meinem Wertesystem ist alles in Ordnung. Ich bin nicht die Geisterfahrerin. Ich bin auf ein Marketingsystem reingefallen, das sich die Unsicherheiten von Menschen und ganz besonders von Frauen zunutze macht und damit eine Riesenindustrie befeuert.
Meine Befreiung als Unternehmerin war, mich wieder mit mir selbst zu verbinden. Und, du ahnst es schon: mich an mein BWL-Studium zu erinnern. Zurück zu den betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Konzepten, die ich mal gelernt hatte. Es gibt eben so etwas wie eine Preiselastizität. Du darfst ein hochwertiges Produkt anbieten, das auch teuer sein darf solange du dafür bekannt bist, den Leuten wirklich etwas Gutes zu verkaufen. Aber Menschen mit psychologischen Tricks in irgendwas reinquatschen? Davon halte ich einfach nichts.
Wie sich unternehmerisches Denken ganz konkret anfühlt, zeigt dir diese Geschichte am besten: Ich habe mal 6.000 Euro in eine Ads-Kampagne auf Instagram und Facebook gesteckt. Hinterher haben zwei Leute gekauft, für jeweils 1.000 Euro. Klingt erst mal nach einem Reinfall, oder? War es aber nicht. Denn eigentlich war das ein Proof of Concept, das Konzept hat grundsätzlich funktioniert. Mit der Investition hatte ich Interessent:innen gewonnen und immerhin zwei Verkäufe realisiert. Jetzt hätte ich nur noch mehr Power reingeben müssen, mit einer perfekten Launch-Strategie, und irgendwann wäre es eine nur eine Frage der Zahlen gewesen. Ich hab mich bewusst dagegen entschieden. Weil mich dieser Weg zu viel Kraft kostet und ich dafür Marketing weit außerhalb meiner Komfortzone machen müsste. Woran ich das merke? Daran, dass ich hinterher so erschöpft bin, dass ich eine sehr, sehr lange Pause brauche. Unternehmerin sein bedeutet also auch schwierige Entscheidungen zu treffen.
Und Unternehmerin sein bedeutet auch, sich mit den eigenen Wünschen und Träumen auseinander zu setzen. Sich aktiv zu überlegen „Wohin will ich wachsen? Und was sind meine nächsten Schritte dafür?“. Ich nehme mir jedes Jahr ein neues Wachstumsziel vor, etwas worin ich besser werden möchte. Und das hilft mir beim Unternehmerin-Sein.
Die liebe Karina Röpcke beschrieb es für sich sehr schön so: „Eine Unternehmerin hat für mich eine Vision. Sie hat Träume, Pläne, die sie umestzen möchte. Sie „unternimmt“ etwas, damit ihre Vision Wirklichkeit wird.“
Und genau das ist der Punkt beim Unternehmerin-Sein: Es ist keine Frage des Erfolgs, sondern eine Art zu denken. Und die kann man lernen. Manche bringen sie von Natur aus mit, andere eignen sie sich an. Aber gemacht ist keine von uns dafür oder eben gegen sie. Mehr zu dieser Haltung habe ich hier für dich aufgeschrieben: Warum Selbstständigkeit ein Experiment ist.
Wie ich „Ich bin keine echte Unternehmerin“ überwunden habe
Gerne würde ich dir sagen: „Nutze diesen Trick!“ oder „Befolge täglich diese Routine!“, aber überwunden habe ich den Glaubenssatz nicht durch die eine Sache, sondern durch ein Reinwachsen. Ich habe zudem an vielen Glaubenssätzen gearbeitet, die aus meiner eigenen Biografie aufgetaucht sind, und mich Stück für Stück emanzipiert. Im Kern ging es darum, die Hoheit über mein eigenes geschäftliches Selbstbild zurückzuerobern. Was sind meine Wünsche und Träume? Wie will ich auftreten? Wer will ich sein? Was ist Erfolg? Das sind innere Prozesse, und sie haben enorm viel mit der eigenen Unternehmerpersönlichkeit zu tun.
Dazu gehört auch eine Entscheidung, die anfangs wehtut: Es kann gut sein, dass ich viel langsamer wachse als all die Vorbilder, die scheinbar in Dubai sitzen und Millionen verdienen. Selbst wenn das vielleicht gar nicht das ist, was ich will. Aber vielleicht hätte ich trotzdem gerne die Million. Vielleicht möchte ich die ja, um sie in eine Kinderschutzorganisation zu stecken, in den Tierschutz oder in ein Umweltprojekt. Die Motive sind bei uns oft einfach ganz andere als das Klischee vom reich-werden-wollen. Und deshalb tut es auch manchmal weh, wenn man merkt, dass manche Ziele für einen nicht unbedingt erreichbar sind.
Für mich ist genau das unternehmerische Verantwortung: nicht zu diesem Wahnsinn beizutragen. Meinen Weg in meinem Tempo zu gehen und ein bisschen Arbeit mit dem eigenen Ego zu machen. Damit umzugehen, dass ich vielleicht nicht die Anerkennung oder Bewunderung von außen bekomme. Also, wenn du diesen Satz überwinden willst: Verbinde dich mit deinen Motiven zurück. Frag dich, was für ein Leben du eigentlich leben willst. Wovon träumst du? Welche Rolle spielt dein Selbstständigkeit dabei? Wieviel Eigenverantwortung bist du bereit zu übernehmen? Was für ein Vorbild willst du sein?

Du willst auch endlich eine Unternehmerin sein? So fängst du an!
Um den Glaubenssatz zu überwinden, ist der allererste Schritt überraschend einfach: Untersuche dein Selbstbild als Unternehmerin. Und zwar richtig konkret, Ebene für Ebene. Prüfe in jedem Schritt, wie es gerade ist und frage dich, wie es deiner Meinung nach sein sollte.
- Fang beim Kontext (Im Außen) an. Betrachte dich selbst, so wie du jetzt gerade bist. In welchem Umfeld bewegst du dich? Was hast du an, was für eine Art Unternehmerin bist du, mit welchen Menschen umgibst du dich? Zum Beispiel: Vielleicht arbeitest du im Homeoffice und gehst direkt im Pyjama an den Schreibtisch. Was denkst du darüber? Wie fühlt sich das an? Ist das der Unterschied zwischen dir und einer echten Unternehmerin? (Für mich persönlich macht es keinen Unterschied, aber für andere fängt es da an.)
- Dann schau auf dein Verhalten. Was tust du da als Unternehmerin? Beschreib einfach mal, was du von außen an dir beobachten kannst. Entspricht das dem, was du von dir als Unternehmerin erwartest? Wie fühlt sich das an, was du tust? Was macht eine echte Unternehmerin deiner Meinung nach anders? Und dann frag dich „Ist das wirklich wahr?“ Zum Beispiel fährst du vielleicht viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder hast keine fancy Morgenroutine? Macht das den Unterschied zu einer echten Unternehmerin?
- Als Nächstes deine Fähigkeiten und Strategien. Die zeigen sich zuerst in der Art wie du denkst. Welche Wege gehst du beim Marketing, wie händelst du die Formalitäten deiner Selbstständigkeit? Hier fallen dir bestimmt auch ein, zwei Punkte auf, wo du noch nacharbeiten kannst. Werd konkret bei den Bereichen, die im Business-Alltag zählen: Welchen Weg gehst du beim Marketing, zeigst du dich selbst, arbeitest du mit einem Netzwerk, setzt du auf Empfehlungen? Wie händelst du die Formalitäten deiner Selbstständigkeit, Buchhaltung, Verträge, Organisation, routiniert oder mit Unterstützung? Wahrscheinlich fallen dir dabei auch ein, zwei Stellen auf, an denen du heute noch nicht so sicher bist. Das ist völlig in Ordnung, das gehört zum Weg dazu. Notier es dir einfach. Welche Fähigkeiten und Strategien würdest du von einer echten Unternehmerin erwarten?
- Dann kommen deine Werte und Glaubenssätze. Und hier wird es richtig spannend. Denn wenn du hier Klarheit hast, dann wird das einen großen Einfluss darauf haben, wie du die vorangegangenen Ebenen bewertest. Was denkt diese Unternehmerin über die Welt, über Arbeit, über Erfolg? Was ist ihr wirklich wichtig, wenn sie eine Entscheidung trifft? Geh testweise ein paar mögliche Werte durch und spür, welcher wirklich zieht: Gemeinschaft, Inspiration, Fortschritt, Zugehörigkeit, Gesundheit, Freiheit, Verlässlichkeit. Frag dich bei jedem: Woran würde ich das in meinem Alltag erkennen, wenn dieser Wert wirklich gelebt wird? Nimm dir hier bewusst etwas mehr Zeit, Werte lassen sich nicht in einem Satz abhaken.
- Danach die Identität. Wie nimmst du dich selbst wahr, was bist du für ein Typ? Bei mir zum Beispiel: Ich bin ein herzlicher Mensch, dem es wichtig ist, dass es allen gut geht. Ich bin eine Frau, die andere Frauen unterstützt. Und dazu kommt alles, was du fachlich und biografisch mitbringst: Coachin, Betriebswirtin, Trainerin, Wedding-Plannerin, Ballettlehrerin, was auch immer. Wie verbinden sich diese Rollen zu einem von dir als echte Unternehmerin?
- Und zum Schluss die Zugehörigkeit. Zuerst einmal die nahe liegende Zugehörigkeit: die Familie. Zu welcher Gruppe von Menschen gehörst du? Verbesserst du die Welt? Mit wem fühlst du dich verbunden? Zum Beispiel gibt es manche, die sich zur Gruppe der Sportler:innen oder der Innovator:innen zugehörig fühlen. Zu welcher Gruppe von Menschen möchtest du gehören? Und wo fühlst du eine Zugehörigkeit? Wie welche Person bist du jetzt schon oder wärst es gerne?
Falls du in der Außenwelt bisher nicht das Vorbild gefunden hast, das du gerne hättest: Vielleicht kannst du dieses Vorbild selbst sein. Für andere, oder erst mal für dich.
Wenn dir das jetzt nach einem großen Format klingt: Fang ruhig kleiner an. Führ einfach ein kleines Tagebuch, in dem du aufschreibst, welche unternehmerischen Entscheidungen du getroffen hast. Wir schauen viel zu selten darauf, was wir eigentlich schon alles erreicht haben. Genau da fängt es an. Du definierst und entscheidest selbst, dass du eine Unternehmerin bist. Tritt aus dem Vergleich mit allen anderen heraus und sei es.
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Häufige Fragen zum Thema Unternehmerin sein
Sehr wahrscheinlich ja. Unternehmerin sein ist keine Frage des Typs, sondern eine Art zu denken und Eigenverantwortung zu übernehmen. Wenn du ein Angebot machst, Entscheidungen triffst und deinen Weg selbst steuerst, handelst du unternehmerisch, auch wenn es sich (noch) nicht so anfühlt.
Nein. Das Bild vom lauten Macher à la Jeff Bezos ist ein Klischee. Zu einer erfolgreichen Gründung gehören genauso Rahmenbedingungen wie Marktlage, Zeitpunkt und deine persönliche Situation, nicht ein bestimmter Charakter.
Weil wir zu wenige Vorbilder haben und uns ständig mit männlichen Vorbildern vergleichen. Und oft mit den Erfolgen anderer, die schon viel länger dabei sind. Dieser Vergleich hinkt. Erfolg darf für dich etwas ganz anderes bedeuten.
Indem du dich mit deinen eigenen Motiven und Werten zurückverbindest statt mit fremden Erfolgsbildern. Frag dich: Was für ein Leben will ich, wie viel Eigenverantwortung will ich übernehmen, welches Vorbild will ich sein? Ein kleines Tagebuch über deine unternehmerischen Entscheidungen hilft, es schwarz auf weiß zu sehen.
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