Diese 5 Stärken helfen dir dabei einen sinnvollen und erfüllenden Job zu bekommen

Diese 5 Stärken helfen dir dabei einen sinnvollen und erfüllenden Job zu bekommen

Wenn du an deine Arbeit denkst, wie fühlst du dich dann? Gut? Schlecht? …. Lass uns mal ein bisschen spezifischer werden: Auf einer Skala von 1 🙁 bis 10 🙂 wie fühlst du dich in Bezug auf deine Arbeit? Merk dir die Zahl! (oder schreib sie irgendwo auf, auch gerne unten in den Kommentar).

Möglicherweise liegt deine Zahl irgendwo zwischen 4 und 7, ist aber für das, was jetzt kommt auch nicht so wichtig. Denn was wichtig ist, ist die Frage „Wie kannst du deine Situation dahingehend verbessern, dass du dir sofort schonmal 1 Punkt mehr auf der Skala geben würdest?“ Nimm dir mal einen kleinen Moment Zeit darüber nachzudenken bevor du weiterliest. Solltest du mehr Unterstützung brauchen, um das Problem zu identifizieren, habe ich hier ein kostenloses Coachingtool für dich: Dein Workbook mit 10 effektiven Tipps.

Doch wenn du jetzt vielleicht die große und ganze Misere deines Arbeitslebens vor Augen hast und nicht weißt, wie du dich daraus befreien kannst, dann habe ich hier 5 Bereiche für dich, an denen du arbeiten kannst, um deine Situation zu verbessern. Ich nenne sie die 5 Lebensstärken, die du in der Schule nicht lernst.

Nummer 1: Die Kraft der Gelassenheit

Erinnerst du dich noch daran, wie du als Kind warst? Solltest du dich nicht daran erinnern können, dann reicht es, wenn du einfach mal beobachtest, wie beisich und im Moment manche Kinder sind.

Kinder können häufig gut ihre Aufmerksamketi im Moment halten.

Doch Gelassenheit, Dinge nicht so eng sehen, nur an heute denken, Spaß haben sind Eigenschaften, die wir im Laufe des Heranwachsens verlernen. Das hat natürlich viel mit unserem Elternhaus, mit der Schule und mit der Gesellschaft zu tun. Denn immerhin sollen aus uns ja gute Arbeiter:innen werden. Es scheint fast so, als sei Gelassenheit etwas, das wir nicht sein sollten, weil es ja der Produktivität im Weg stehen könnte. Oder aber auch, weil ein Mensch, der gelassen ist, weniger kontrolliert werden kann. Im Erwachsenenleben angekommen merken wir dann, dass uns diese Gabe der Gelassenheit abhanden gekommen ist. Das zeigt sich in Form von Stress z.B. psychisch durch Unausgeglichenheit, körperlich durch z.B. Bluthochdruck oder vielleicht Übergewicht, in unserem Verhalten durch Agression, Hektik oder gar Weinen aus Überforderung.

Was daraus langfristig entsteht ist ein psychischer und körperlicher Abbau. Du schaltest auf allen Ebenen in den Überlebensmodus. Bloß keine Extraanstrengung, denn du bis so sehr mit dem täglichen Kampf beschäftigt, Probleme hier, Streitereien da, dass die Zeiten dazwischen sich wie ein Waffenstillstand anfühlen, bevor die nächste Aufgabenlawine heranrollt. Kein Wunder also, dass du es aufgegeben hast deine berufliche Lebensweise zu hinterfragen.

Wer nicht in jeden Kampf ziehen möchte, braucht Gelassenheit

Gelassenheit bedeutet in brenzligen Situationen bei sich zu bleiben. Nicht jeder Kampf ist eine Einladung an dich, dich daran zu beteiligen. Aber diese Entscheidung trifft sich nicht aus einer Position, beziehungsweise aus einem Gefühl der direkten Beteiligung heraus. Gelassenheit ist die Fähigkeit Abstand zu gewinnen.

Gelassenheit ist die Fähigkeit Abstand zu gewinnen.

Die Kraft der Gelassenheit

Wenn du also in deinem Job auf der Suche nach Sinn und Erfüllung bist, dann trainiere deine Gelassenheit, um deine Aktionsfelder selbst zu wählen und dich nicht restlos von Stress, Anforderungen, Aufgaben, Arbeit, Vorgaben, Zwischenmenschlichem und so weiter konsumieren zu lassen. Gelassenheit hilft dir zu leben und nicht gelebt zu werden!

Nummer 2: Die Kraft der Intuition

Das Thema Intuition möchte ich mit einer persönlichen Geschichte beginnen.

Es war einmal … 2009 war ich auf Jobsuche. Meinen alten Job hatte ich gekündigt und suchte nun ein neues Unternehmen. Ich hatte klare Vorstellungen. Nachdem ich zuletzt in einem mittelständischen Unternehmen mit Konzernstruktur gearbeitet hatte, in dem viiiiiiiel Politik betrieben wurde, nahm ich mir vor ganz besonders auf die Unternehmenskultur meines nächsten Arbeitgebers zu achten. Also entweder, stellte ich mir vor, sie sollten eine definierte Corporate Culture haben oder aber ein inhabergeführtes Unternehmen sein. Denn wenn es einen Chef gibt der den Laden selbst aufgebaut hat, dann gibt’s auch nicht so viel Politik. Möglicherweise hältst du mich jetzt für naiv und das war ich sicher auch ein stückweit, aber mein Kopf sagt mir „Du hast dir Gedanken gemacht, du hast einen Plan.“

Die Arbeitssuche verlief gut für mich. Innerhalb von 2 Wochen hatte ich zwei Jobangebote. Eins von einer inhabergeführten Firma, eins von einem weltweit agierenden Konzern. Und obwohl, ich im Konzern ein besseres Gehalt und einen Firmenwagen bekommen hätte, entschied ich mich aus oben besagten Gründen für das andere Unternehmen.

Doch bevor ich das tat, musste ich natürlich wie das meist üblich ist zuvor ein Vorstellungsgespräch meistern. In diesem Vorstellungsgespräch saß ich mit einer Pesonalberaterin und meinem zukünftigen Geschäftsführer zusammen. Er stellte das Unternehmen vor, hob die geringe Fluktuation, die Familienfreundlichkeit und die familiäre Atmosphäre hervor. Anschließend erklärte er mir noch, in welcher Abteilung ich arbeiten würde und wer mein Chef sein würde. Als er mich dann fragte, ob ich bereit wäre zu einem weiteren Gespräch zu kommen, um meinen potenziellen Chef kennen zu lernen und damit dieser seine Mitsprache geltend machen könne, willigte ich ein. Das fand ich total normal.

Das Gespräch mit meinem neuen potenziellen Vorgesetzten fand ein paar Tage später statt. Und je länger wir miteinander redeten, desto eigenartiger fand ich sein Verhalten. Er erklärte mir, dass er ja eigentlich finde, dass es in gut laufenden Unternehmen eines Marketings nicht unbedingt bedürfe. Ich wurde stutzig, mein Bauch und ein komisches Gefühl meldeten sich zu Wort. So fasste ich mir schließlich ein Herz, um in die verklausulierten Aussagen meines Gegenübers Klarheit zu bringen. Ich fragte ganz direkt „Ich habe den Eindruck, dass Sie diese Position in ihrer Abteilung gar nicht haben möchten. Liege ich da richtig?“ Sein Antwort war „Nein, so ist das nicht. Ich finde Marketing schon gut.“ Später verstand ich, dass das eine Lüge gewesen war, aber da war es zu spät.

Was habe ich also daraus gelernt? Vertraue deiner Intuition! Während mein Kopf mir erklärte, warum es richtig sei zu diesem Unternehmen zu gehen, hatte mein Körper schon längst verstanden, dass ich hier nicht richtig aufgehoben war.

Das Positive daran ist, dass ich in diesem Unternehmen ein großes Lernfeld für persönliche Entwicklung hatte. Nicht dass das dort in irgendeiner Art und Weise gefördert worden oder beabsichtgt gewesen wäre, im Gegenteil, ich verstand schnell, dass es darum ging die Mitarbeitenden zwar fachlich zu fördern aber menschlich schwach zu halten.

Wenn es um berufliche, aber auch um fachliche Entscheidungen geht, weiß ich, dass bereits viele das Gefühl kennen, dass sich die Intuition gemeldet hat. Aber selten erlauben wir uns in diesem Themenfeld darauf zu hören. Während wir in anderen Zusammenhängen sagen „Ich tat intuitiv das Richtige.“, verwehren wir uns das im Arbeitskontext und bei vermeintlich schwerwiegenden Entscheidungen, wie der Arbeitsplatzwahl. Der Grund dafür ist vermutlich, dass wir verlernt haben unserem Gefühl zu trauen und bisher bei der Arbeit noch viel zu häufig das Gefühl außen vor lassen.

Ist diese Firma das Richtige für mich?

Nummer 3: Die Kraft der Selbstreflexion

Kann ich meine Fähigkeiten und Motivation darstellen?

Ich erlebe es immer wieder in der Zusammenarbeit mit meinen Coachees. Frage ich sie nach ihren Stärken und Fähigkeiten, herrscht erstmal Schweigen. Es fällt uns nicht leicht zu benennen, was wir gut können.

Was hingegen viele Menschen gut können ist grübeln und sich selbst verurteilen. Aber darum geht es nicht bei der Selbstreflexion.

Was wir mit Selbstreflexion erreichen möchten ist

  • persönliches Wachstum
  • ein klarereres Bild von uns selbst zu bekommen
  • unsere Stärken und Fähigkeiten benennen zu können
  • zu wissen, was wir gerne tun
  • unseren wahren inneren Kern kennen lernen
  • mehr Selbstvertrauen gewinnen

Hast du es auch schon einmal gespürt, wie angenehm es ist in der Gegenwart einer reflektiereten Persönlichkeit zu sein? Für manche mag es langweilig klingen, aber Selbstreflexion bedeutet nicht, dass man alles, man tut zensiert. Im Gegenteil es bedeutet einfach nur, dass man sich selbst mit den eigenen Gedanken, Worten und Taten sehen kann und aufgrund dessen entscheiden kann, welcher Mensch man sein möchte.

Je besser du dich selbst kennst, desto besser kannst du einschätzen welcher Weg für dich der Richtige ist, insbesondere wenn es um Veränderungen geht. Du möchtest zum Beispiel schon lange eine Bewerbung schreiben, aber etwas hält dich davon ab? Dann wisch die Gedanken, die jedesmal bei diesem Thema auftauchen nicht weg, sondern a) notiere sie und b) reflektiere diese Gedanken und hinterfrage sie.

In der Selbstreflektion kannst du sowohl herausfinden, wo du gerade stehst, als auch dein unerforschtes Potenzial freilegen.

Die Kraft der Selbstreflexion

Nummer 4: Die Kraft des Durchsetzungsvermögens

Kann ich mir bei der Arbeit meinen Wohlfühlraum nehmen? Wie lasse ich mit mir umgehen? Sind viele Dinge wirklich nicht möglich oder traue ich mir einfach nur nicht, sie möglich zu machen und einzufordern?

Beim Thema Durchsetzungsvermögen stellt sich die Frage: Was genau möchte ich erreichen?

Folgende vollkommen natürlichen und legitimen Wünsche können sich dahinter verbergen:

  • Ich möchte ernst genommen werden
  • Ich möchte meine Interessen durchsetzen
  • Ich möchte Rücksicht auf meine Bedürfnisse nehmen
  • Ich möchte Anerkennung bekommen
  • Ich möchte Beachtung bekommen
  • Ich möchte mich stark fühlen
  • Ich möchte mich mächtig fühlen
  • Ich möchte mich in Diskussionen behaupten können
  • Ich möchte mich wehren können

Nummer 5: Die Kraft der Eigenverantwortung

Gestalte ich mein Arbeitsleben so, wie ich es will? Wessen Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass es mir gut geht?

Wenn du auch zu denen gehörst, die sich mehr Selbsbewusstsein und Selbstvertrauen wünschen, dann ist es genau richtig, an deiner Eigenverantwortung zu arbeiten. Häufig geben wir im Alltag gerne die Schuld und damit die Verantwortungen an andere ab. Und genau das ist, es was uns dann daran hindert etwas zu verändern. Wenn jemand anderes Schuld ist, dann können wir ja nicht dafür und können oder müssen nichts tun.

Vielleicht hilft dir ein Beispiel: Deine Chefin kommt zu dir und möchte, dass du deiner Kollegin bei der Arbeit über die Schulter schaust und ihr sagst, was sie zu tun hat. Das fühlt sich für dich nicht gut und richtig an, aber du tust es trotzdem. Im Verlauf der nächsten Tage spürst du, wie auch das Verhältnis zu deiner Kollegin darunter leidet. Aber du kannst ja schließlich nichts dafür, die Chefin hat das ja so angeordnet. Ist das wirklich so? Was könntest du tun?

Genau. Das erste ist einmal selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen, wie es dir gerade geht. Klingt vielleicht erstmal ungerecht, weil schließlich kannst du nichts dafür, dass du in diese Situation gebracht wurdest. (Merkst du den Satzbau? Passiv.) So ist es auch, aber an dieser Stelle wird es zeigt sich aktiv die Eigenverantwortung zurück zu erobern. Du kannst dir also überlegen: Warum will ich diesen Auftrag ausühren? Oder: Warum will ich die Verantwortung für meine Chefin übernehmen? Denn mal ehrlich, eigentlich ist es nicht deine Aufgabe deine Kollegin zu kontrollieren.

So wie ich die Situation hier beschrieben habe, gibt es viele Möglichkeiten, um diese Zwickmühle aufzulösen. Aber mal angenommen es wären alle Möglichkeiten ausgeschöpft und eins steht fest: An der Situation ändert sich nichts und du bleibst in diesem unangenehmen Zustand. Was bleibt jetzt noch? A) An deinem Gefühl arbeiten und Mechanismen zur Stressbewältigung lernen/anwenden oder B) Kündigen oder C) eine Möglichkeit, die du noch nicht kennst. Und wenn B) für dich die letzte Wahl ist, weil du nicht kündigen kannst weil …. dann überlege, ob es nicht eher so ist, dass du nicht kündigen willst, weil …. Und wenn du das tun kannst, dann hast du deine Eigenverantwortung zurück erobert. Dann weißt du, dass du es anders tun könntest, aber nicht bereit bist den Preis zu zahlen oder die Maßnahmen einzuleiten, damit dieser Schritt einfacher wird.

Mit diesen taffen Entscheidungen kannst du sehen, wie Eigenverantwortung dein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken. Sie bringt raus aus der Opferrolle. Was denkst du über Eigenverantwortung? Entdeckst du häufig noch bei dir „Die anderen sind Schuld?“ oder bist du da schon mehr in der Lösungsorientierung?

Fazit

Von dem, was du in diesem Artikel gelesen hast, kommt dir sicher einiges bekannt vor. Weil es Stärken sind, die du auch von dir schon kennst. Aus meiner Sicht sind es fünf Lebensstärken, die wir eigentlich mitbringen oder natürlich entwickeln. Nur im Verlauf der Zeit finden sie in unserem Alltag nicht mehr viel Raum, um ausreichen gepflegt zu werden. Gelassenheit braucht zum Beispiel Zeit, was eher schwierig ist, in einer Welt, die schnelle Reaktionen verlangt. Intuition braucht eine gewisse Verbindung zu sich selbst, den Körper und Gefühlen. Was ebenfalls vernachlässigt wird in einer Welt, die alles rationalisiert. Und auch Selbstreflexion benötigt Zeit und vor allem eine Möglichkeit sich selbst zu spiegeln, ohne dabei nur das Bild zu sehen, das uns übergestülpt wurde. Schließlich gibt es da noch das gesunde Durchsetzungsvermögen, das gerade bei Mädchen in der Vergangenheit nicht ausreichend gefördert wird. Egal ob sich die Eltern für fortschrittlich halten oder nicht. Die Rolle der bescheidenen, rücksichtsvollen Frau ist noch tief in unserem Verhalten verankert und wäscht sich erst langsam aus unserer Gesellschaft raus. Immerhin ist Gleichbereichtigung immernoch ein großes und aktuelles Thema. Und nicht zuletzt haben wir dann noch den Punkt Eigenverantwortung. Es ist für alle leichter die Verantwortung für das eigene Lebensglück an andere abzugeben, als selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen. Aber auf diese Weise bleiben wir auch immer Gefangene der äußeren Umstände und können anderen die Schuld für unsere verpassten Chancen geben.

Du möchtest einen sinnvollen und erfüllenden Job? Dann kümmere dich darum, dass diese 5 Stärken bei dir gut ausgebildet sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.