Gib mir die Zauberformel für Gelassenheit

Schade, eine Zauberformel für Gelassenheit gibt es leider nicht

ABER hier kommt die gute Nachricht: Gelassenheit lässt sich üben. Dank der Stressforschung verfügen wir heutzutage über viele Informationen darüber, wie Stress entsteht und wie man ihn vermeiden kann.

Grundsätzlich gibt es hierfür 3 Aktionsfelder (s. Grafik Stressbewältigung): 1. Du änderst deine Bewertung der Situation, 2. Du löst das Problem, 3. Du baust den Stress emotional ab. Klingt ganz leicht, oder? Zack Thema abgehakt. 😉 Aber leider reicht das Wissen darüber nicht aus, denn die beste Theorie bringt dir nichts, wenn du sie in der Praxis, also im Stress-Notfall, nicht parat hast. Deshalb gehe ich gleich nochmal weiter auf die obigen 3 Punkte ein. Aber zuerst möchte ich dir nochmal darlegen, warum sich Gelassenheit lohnt und warum sie wichtig ist.

Stressbewältigungsstrategien / Isa Hiemann

Warum ist Gelassenheit wichtig?

Wir leben in einem Zeitalter, das ganz schön viel Fahrt drauf hat. 100% bei der Arbeit geben, hier noch eine E-Mail checken, da noch ein Meeting, dann schnell die Kinder irgendwo hinkutschieren, Elternabend, Kuchen backen, Sport machen, gesund kochen, Partnerschaft und Freundschaften pflegen, Wäsche waschen und wer weiß noch was.

Wenn du dir jetzt vornimmst all das zu meistern und wohlmöglich auch noch perfekt zu machen, dann bin ich mir sicher, dass du über kurz oder lang ausbrennst. Und vermutlich weißt du das selbst! (Hier gehts zum Perfektionsmustest)

Ausbrennen bedeutet, dass du dich körperlich und seelisch so lange verausgabst, dass du irgendwann nur noch auf Autopilot läufst. Es klappt vielleicht noch alles einigermaßen und du kannst die ersten Fehler und Versagen vertuschen, denn immerhin hast du dir einen gut Ruf erarbeitet, aber dir selbst machst du schon lange nichts mehr vor. Bis der Zeitpunkt kommt, wo gar nichts mehr geht!

Und du verstehst die Welt nicht mehr, denn immerhin hast du bisher ja auch alles gewuppt, vielleicht sogar zum großen Teil alleine. (Antreiber: Ich muss stark sein). Aber auch die taffste Person der Welt kommt irgendwann an ihre Grenzen.

Kein Mensch ist unkaputtbar

Kleine Erinnerung für dich

Und nun zur Antwort der Frage, warum Gelassenheit so wichtig ist. Wenn du einmal in diesem Stresstunnel drinsteckst, wird es schwierig die richtigen Entscheidungen zu treffen. Du funktionierst ja nur noch wie ein Roboter und triffst die falschen Entscheidungen.

Mit Gelassenheit weißt du,

  • dass mehr Anstrengung nicht unbedingt zu besseren Ergebnissen führt.
  • dass es vielleicht eine bessere Reaktion gegeben hätte, als rumzuschreien.
  • dass es vernünftig gewesen wäre, den einen Termin abzusagen.
  • dass du nicht die Person sein möchtest, zu der du gerade mutierst.
  • dass du es allen Recht machst, aber selbst zu kurz kommst.
  • dass dich dieser ganze Stress krank macht und du eine Pause brauchst.
  • dass …. ich glaube hier kannst du deine eigene Ergänzung einfügen.

… und dass dir hunderte von besseren Bewältigungsstrategien im Umgang mit den täglichen Herausforderungen eingefallen wären.

Gelassenheit ist also wichtig, um trotz Stress die richtigen Entscheidungen zu treffen und gesund zu bleiben – körperlich und psychisch.

Stell dir vor, um dich herum wütet das Leben und du bleibst ganz cool!

Gelassenheit hilft Abstand zu halten
Cool down – Relax. Nicht jedes Ärgerangebot muss beachtet werden.

Körperliche Auswirkungen von anhaltendem Stress

– Schnellerer Herzschlag,
– höhrerer Blutdruck,
– erhöhte Muskelspannung,
-schnellere Atmung u.a.
…. können durch Stress verursacht werden und über kurz oder lang zu Herz-Kreislauferkrankungen führen.
Aber bevor das eintritt, leiden viele voher schon unter
– Schlafstörungen,
– Verdauungsproblemen,
– Verspannungen,
– Libidoverlust,
– Kopfschmerzen,
– Rückenschmerzen,
– erhöhten Blutzucker,
– Magen-Darm-Geschwüren,
– erhöhtem Cholesterin u.a.

Psychische Auswirkungen von anhaltendem Stress

– Reizbarkeit,
– emotionale Unausgegelichenheit,
– Erschöpfung,
– vermindete kognitive Leistungsfähigkeit (der Kopf macht nicht so richtig mit) u.a.,
– bis hin zur Depression,
…. können die psychischen Auswirkungen sein . Im Gehirn löst Stress verschiedene komplexe neurologische Vorgänge aus, die wiederum dazu führen, dass Hormone wie, Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol ausgeschüttet werden. Bei kurzfristigem Stress erstmal gut, bei langfristigem Stress schlecht.

Was sind die Vorteile von mehr Gelassenheit?

Wenn du den vorherigen Absatz gelesen hast, dann liegen die Vorteile auf der Hand. Du willst das oben beschriebene alles nicht haben. Also ein Vorteil ist, dass du das Risiko der durch Stress hervorgerufenen Symptome verringern kannst. In erster Linie hast du also davon, dass du psychisch und körperlich gesund bleibst.

Aber natürlich gibt es da noch mehr Vorteile.

  • Du findest innere Balance … nicht nur durch deine Gedanken, sondern vor allem durch positive Emotionen und positive Energie
  • Du kannst deinen Fokus halten … so kannst du zielgerichtet und ohne Ablenkung deine Aufgaben zu Ende bringen.
  • Du findest neue Prioritäten … und schöne Dinge geschehen nur dadurch, dass du dir Zeit für sie genommen hast.
  • Du wuppst deinen Alltag mit mehr Leichtigkeit … denn du weißt, wie es ohne Überforderung geht.
  • Du findest neue Energie für die schönen Dinge des Lebens … denn du weißt, wie du mit Energiedieben umgehst.
  • Du findest innere Ruhe … so kannst du jederzeit im Einklang mit dir selbst sein und dich entspannen, schlafen oder Pause machen, wenn dein Körper es dir sagt.
  • Du kannst deine großen Träume in Ziele verwandeln und erreichen … denn die Gelassenheit gibt dir den Raum, um herauszufinden wie es geht.
  • Du fühlst dich ausgeglichen und glückich

Mein Leben fühlt sich wieder wie mein Leben an!

Zitat einer Kursteilnehmerin

Wie kann ich gelassener werden?

Gelassenheit ist kein Meilenstein, den du erreichst und dann für immer hast. Gelassenheit ist ein Weg den du beschreitest. Dafür übst du. Reflektierst, änderst dein Verhalten, unterbrichst sogenannte Reiz-Reaktionsmuster, lernst dich selbst besser zu lesen, lernst Grenzen zu setzen, lernst die Verantwortung für dich zu übernehmen und schließlich deiner Intuition wieder zu vertrauen.

Du kannst gelassener werden, indem du erstmal mit einer einzelnen Kleinigkeit anfängst. Überforderung bringt hier gar nichts. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du erstmal anfängst Tagebuch zu führen?

Tagebuch führen

Ein täglicher kleiner Eintrag, um zu checken wie es dir heute geht, dauert nicht länger als 5 Minuten. Stell dir hierfür zum Beispiel die folgenden 3 Fragen:

Wie geht es mir heute?
Worüber habe ich mich heute geärgert?
Was war heute gut?

Regelmäßig Meditieren

Egal wie du es machst, es gibt hier kein richtig oder falsch. Auch Meditation ist ein Weg. Also beginne so, wie es dir möglich ist.
a) Überlege dir die Dauer (60 Sekunden? 5 Minuten? mehr?)
b) Überlege dir die Uhrzeit. Wann willst du das in deinen Tag einbauen?
c) Magst du dabei sitzen, stehen, liegen, gehen …
d) Magst du geführte Meditationen, mit Musik, ohne alles?
e) Male dir aus, wie es sein wird, wenn du da ganz entspannt eine neue Erfahrung machst

Persönlichkeitsentwicklung

Ich stelle dir hier mal eine Auswahl zusammen, aus der du auswählen kannst, was dir für’s Erste machbar erscheint.

  • Schaue inspirierende Videos auf TED oder Youtube an oder höre Podcasts (z.B. meinen Podcast), die sich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen. (Simon Sinek, Vera F. Birkenbihl, Brené Brown, Stefanie Stahl, Tony Robbins …)
  • Führe Gespräche mit positiven Menschen
  • Übe allein oder mit anderen lösungsorientiertes Denken
  • Schreibe dir alle „Hass-Sätze“ auf, die dich regelmäßig auf die Palme bringen und ergründe sie
  • Buche dir ein Coaching (Du darfst mich nach Tipps fragen, falls du Hilfe bei der Auswahl brauchst)
  • Lies wertvolle Bücher, die dich weiter bringen. (Zum Beispiel von folgenden Autor:innen: Matt Haig – verschiedene Bücher, John Strelecky – Das Café am Rande der Welt, Stephen Covey – Die 7 Wege zur Effektivität, Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden, Claudia Hochbrunn – Verschiedene Bücher) Außerdem bin ich Fan von der Buchreihe „…. für Dummies“.
  • Extra designt, um Gelassenheit ganz leicht zu lernen. Der Kompaktkurs 21 Tage Gelassenheit.

„Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins“

Marie von Ebner-Eschenbach

Was ich dir sagen möchte

Gelassenheit und der Umgang mit Stress sind Strategien, die wir alle von Natur aus beherrschen. Manche mehr, manche weniger. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Ein Teil davon, wie wir mit Stress umgehen ist genetisch bedingt und der andere Teil ist erlernt. Entsprechend haben wir einen ordentlichen Handlungsspielraum, um selbst zu bestimmen, wie sich unser Leben anfühlen soll. Mit manchen Themen lohnt es sich in die Tiefe zu gehen, aber das ist nicht für jede Situation notwendig. Denn wenn du dich im Normalfall für stressresistent hältst und auch über eine gute Resilienz (psychische Widerstandkraft) verfügst, dann kann es sein, dass entweder die aktuelle Last einfach zu groß ist oder die Dauer der stressigen Situation zu lang. Mir ist wichtig, dass du weißt, es ist keine Schwäche erschöpft zu sein und es ist auch keine Schwäche sich Hilfe zu holen!

Vielleicht kann dir mein Kurs helfen oder aber auch ein gutes Coachinggespräch (Du darfst mich gerne für einen Termin anschreiben).

Es ist keine Schwäche erschöpft zu sein und es ist keine Schwäche sich Hilfe zu holen!

Ich möchte, dass du das weißt

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