Traumjob: Finde heraus, was du beruflich willst – in 5 einfachen Schritten

Was willst du beruflich tun? Was passt zu dir?

Liegt es an dir? Liegt es am Alter? Liegt es an der Arbeit? Liegt es am Unternehmen? Zu viele Fragen und keine Antworten.

Jede Menge Menschen haben irgendwann das Gefühl, dass sie das, was sie gerade beruflich tun, nicht ihr Leben lang machen möchten. Und trotzdem erscheint es schwierig, diese Situation zu ändern.

In diesem Artikel erfährst du, was dich daran hindert zu wissen, was du eigentlich willst und was du dagegen tun kannst.

Was dich daran hindert zu wissen, was du wirklich willst

Während du diesen Text liest, beobachte, ob du mit den nachfolgenden Aussagen etwas anfangen kannst und ob sie auch auf dich zutreffen. Denn wie es so schön heißt, Erkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung.

  • Du hast das Gefühl, dass dir kein Raum für eigene Gedanken bleibt, weil du zu eingespannt bist
  • Dein Fokus richtet sich immer auf das Negative. Deshalb weißt du sehr gut was du NICHT WILLST, aber nicht was du willst. (Für Hilfe gegen den Sonntagblues schau hier.)
  • Du weißt einfach nicht was du gut kannst. Wenn dich jemand nach deinen Stärken fragt, hast du keine Antwort und irgendwie ist es mit deinem Selbstbewusstsein auch nicht weit her.
  • Wie sollst du deine eigenen Bedürfnisse kennen, wenn du nur funktionierst und die Bedürfnisse der anderen zuerst erfüllst.
  • Du beschränkst dich selbst permanent mit Sätzen die so anfangen: Ich muss … , Ich darf nicht …, … geht nicht.
  • Du lässt dich von der Meinung und den Werten anderer beschränken und es fällt dir schwer da auszubrechen.
  • Etwas Neues zu wagen ist viel zu riskant und auf keinen Fall willst du dich finanziell verschlechtern.
  • Was sollen die Leute denken, es wäre doch bescheuert eine sichere Position aufzugeben.
  • Du hast das Gefühl etwas zu wollen, aber willst es irgendwie nicht so richtig, sonst würdest du schließlich mehr dafür tun. Es fühlt sich an wie eine angezogene Handbremse, die du nicht lösen kannst.

Letzteres könnte möglicherweise ein Hinweis auf einen larvierten Aversionswert sein, was bedeutet, du willst es, weil du darin gerade einen Mangel erlebst oder erlebt hast. Ein Beispiel hierfür wäre: “Ich will endlich einen ruhigen Job.” Möglicherweise stimmt das jedoch gar nicht, sondern der Wunsch ist nur da, weil deine jetzigen Aufgaben so stressig oder einfach nur in ihrer Zahl zu viel sind. Also prüfe deine Motive und sortiere schonmal die Dinge aus, die du nicht wirklich willst und anders klären kannst. 

Hast du in der obigen Aufzählung etwas von deinen Gedanken wiedererkannt? Dann weißt du zumindest was dich blockiert und dass es außer dir auch anderen noch so geht. Denn das, was du bis hierher an Gründen gelesen hast, sind Sätze, die ich schon häufig gehört habe.

Also lass all diese Gedanken jetzt einmal beiseite und vertrau mir. Mit einem offenen Geist und der Idee, dass es auch für dich einen Weg gibt etwas zu ändern, kannst du dich nun daran machen heraus zu finden, was du wirklich willst. Denn in den Biographien von heute ist es vollkommen normal sein Leben aktiv neu zu gestalten, den Beruf zu wechseln, die Position zu wechseln, das Unternehmen zu wechseln, mehr Sinn zu suchen, mehr Erfüllung, mehr Freiheit und Freude bei der Arbeit haben zu wollen, was auch immer es ist, das du suchst. (Schau mal bei Mosaiklebenslauf und Downshifting)

Wie du herausfindest, was du wirklich willst

Was suchst du eigentlich? Jetzt nachdem du dir selbst erlaubt hast alle Bedenken hinter dir zu lassen, bist du bereit für ein neues Abenteuer. Die folgenden 5 Schritte sind genial einfach und helfen dir herauszufinden wohin deine Reise geht. Los geht’s!

1. Schaffe gute Voraussetzungen

Komm erstmal runter. Mit einem vollen Kopf und im Stress lassen sich keine guten Ideen finden. Erst wenn der Geist Zeit zum Herumschweifen hat, findest du neue Ideen. Räume dir Zeit für Entspannung ein. Im Stress und Arbeitsalltag bis du permanent im Funktionstunnel, dort hast du keinen Funkkontakt zu neuen Impulsen. Plane also als erstes regelmäßige aktive Ruhezeiten ein. Damit meine ich nicht Freizeit im Sinne von Fernsehen, Party oder Ähnlichem, sondern eher so etwas wie Yoga, Meditation, Massage, Sauna, Spazieren gehen. Das gehört zur Selbstpflege (auch bekannt als Psychohygiene). Da können die Gedanken einfach mal Pause machen. Das klappt nicht immer sofort aber es ist gut zu erlernen. Also hol dir jetzt direkt deinen Kalender raus und plane deine Erholungszeiten. “Der Kopf ist rund, damit die Gedanken darin die Richtung ändern können.”

2. Erstelle eine Liste aller Nervfaktoren bei deiner Arbeit – Was du nicht willst

Mache eine Liste [Vorlage zum Download] mit allen Dingen, die dich daran hindern, das was du gerade tust, gerne zu tun. Wichtig ist, dass du dich hierbei nicht selbst beschränkst. Sei ganz ehrlich und lass einfach alle Bedenken beiseite und schreibe dir alles vom Herzen und von der Seele. In typischer Weise entstehen hier Formulierungen wie: “Ich möchte nicht mehr so früh aufstehen.” “Meine Kollegin soll nicht so laut telefonieren.” …

Und nun stelle dir vor, all das was du hier aufgeschrieben hast wäre gelöst… Komplett erledigt und zu deiner Zufriedenheit.

Dann beantworte jetzt diese 3 Fragen für dich:

  • Würdest du in diesem Beruf bleiben? Ja/Nein
  • Würdest du in diesem Unternehmen bleiben? Ja/Nein
  • Würdest du in diesem Unternehmen bleiben mit einem anderen Beruf/Aufgabe? Ja/Nein

Wenn bei der Beantwortung dieser Fragen ein “Ja, aber…” auftaucht, schiebe das Aber beiseite. An dieser Stelle ist es nicht hilfreich, sich mit den Einwänden zu beschäftigen. Versichere deinen Einwänden, dass sie später noch angehört werden.

3. Erstelle eine Liste aller Dinge, die du bei der Arbeit stattdessen willst

Was du bis jetzt herausgefunden hast, ist was du nicht willst. Das heißt bisher hast du konkret benannt, was dich stört. Damit wir in Punkt 4 zu einer Lösung kommen können, möchte ich, dass du jetzt neben jeden Nerv-Punkt in deiner Liste, aufschreibst, was du stattdessen willst. Bitte nimm dir hierfür etwas Zeit, denn damit dein Gehirn anfängt Lösungen zu generieren, braucht es den richtigen Auftrag. Hier mal zwei Wünsche in Bezug auf meine Beispiele von vorhin.

Das nervtSo soll es sein
Ich möchte nicht mehr so früh aufstehenIch möchte um 8:30 aufstehen
Meine Kollegin soll nicht so laut telefonierenIch möchte einen ruhigen Arbeitsplatz

Hast du zu jedem Punkt formuliert, was du stattdessen wünschst? Dann geht es jetzt weiter mit der Lösung. Achtung, du bist kurz davor herauszufinden, was du wirklich willst.

4. Die Lösung wartet schon auf dich

Du hast in deiner Liste schonmal Kriterien definiert, für ein Leben wie es sein soll. Jetzt kommen die Lösungen, sie warten schon auf dich und wollen sich zeigen. Falte dein Blatt Papier mit der Liste in der Mitte so, dass du nur noch deine Wünsche vor Augen hast (die rechte Spalte deiner Liste). In welchem Umfeld, in welchem Beruf findest du diese Qualitäten? Beantworte dir nun die Ursprungsfrage: Was willst du beruflich wirklich, wenn alles möglich ist?

Hier noch eine Hilfestellung, um dein Gehirn aufzulockern. Stelle dir vor, du bist jemand sehr Geniales. Du hast dieses gewisse Etwas, diese Kreativität, die Menschen zu eigen ist, die “Outside-the-box” denken können. [ Hier kannst du eine Aufwärmübung für dein Gehirn machen]

Wenn du Lösungen kreierst, halte alles für möglich! Hier ein Beispiel für kreative Lösungsorientierung. Ein Zitat von Henry Ford lautet: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde. Henry Ford baute jedoch das Auto (In den USA gilt er als der Erfinder des Autos, in Europa ist es Benz).

Jetzt kommst du! Was sind die Lösungen für die Erfüllung all deiner Wünsche? Alles ist erlaubt! Schreibe sie auf ein weiteres Blatt. Wenn du magst, kannst du es wie ein Mindmap aufzeichnen. Leg dein Mindmap oder die Liste zur Seite und schlaf eine Nacht drüber.

5. Du wählst was du willst

Nimm dir nach einer Pause von mindestens 12 Stunden die Liste (oder dein Mindmap) wieder vor und nun sortiere die Punkte darauf nach größe des Traumes. Also auf Platz 1 kommt dein schönster Traum, auf Platz 2 der zweitschönste usw. Wenn das erledigt ist, gehst du deine Träume von oben nach unten durch und prüfst sie auf Realisierbarkeit. Denke hierbei ganzheitlich indem du auch daneben schreibst, was nötig wäre, um diesen Traum zu realisieren. Die Fragen lauten also, was brauchst du? Wer könnte dabei helfen? Wie lange dauert das?

Voilà, c’est tout! Jetzt weißt du, was du beruflich wirklich willst. Wenn du jedoch nun nicht weißt wie es weitergehen soll, empfehle ich dir, dich mit dem Thema Ziele setzen und erreichen zu beschäftigen. Hierzu habe ich auch etwas geschrieben. [Zum Artikel]

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Diesen Artikel solltest du auch lesen:

Wenn du nicht weißt, wie du dich durch den Dschungel der Berufsbezeichnungen und der Studienmöglichkeiten schlagen sollst, dann habe ich hier ein paar sehr hilfreiche Website, die dir helfen herauszufinden welcher Beruf zu dir passt und wie er heißt. Die Besten Seiten mit Berufs- und Studientests.

Beitrag vom 21.02.19, überarbeitet am 20.05.22

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